Schloss Hunyad

Schloss Hunyad

Schloss Hunyad

·

Eine gotische Festung des 15. Jahrhunderts, erbaut von Ioan de Hunedoara in Hunedoara, verbindet Schloss Hunyad militärische Architektur, Prunkräume und die Legenden Siebenbürgens.

Das Schloss Hunyad erhebt sich über der Stadt Hunedoara in der Region Siebenbürgen, malerisch auf einer Klippe über dem Bach Zlasti gelegen. Im 15. Jahrhundert von Ioan de Hunedoara (Iancu de Hunedoara, im Ungarischen als János Hunyadi bekannt) erbaut, zählt es zu den bedeutendsten Beispielen für gotische Zivil- und Militärarchitektur in Roumänia. Auch unter den Namen Schloss Hunedoara, Corvinesti oder Huniazi bekannt, verbindet dieser ausgedehnte befestigte Komplex Türme, Bastionen und einen Bergfried unter farbigen Dächern mit Keramikziegeln.

Warum das Schloss Hunyad besuchen

  • Ein gotisches Ensemble des 15. Jahrhunderts, das in seinem mittelalterlichen Bestand erhalten ist und durch aufeinanderfolgende Restaurierungen in ein Museum umgewandelt wurde.
  • Eine in Roumänia seltene Architektur: runde und quadratische Türme, hervortretende Bastionen, gewölbter Bankettsaal, Wendeltreppen und hohe Dächer aus farbiger Keramik.
  • Eine Geschichte, die mit der Familie Hunyadi verbunden ist, einer der mächtigsten Familien Mitteleuropas, sowie Legenden, die das Schloss mit Vlad III. dem Pfähler verknüpfen.
  • Ein zusammenhängender Ort zum Besichtigen an einem halben Tag, leicht erreichbar von Deva, Sibiu oder Timișoara.

Eine Festung der Familie Hunyadi

Das Schloss wurde im 15. Jahrhundert von Ioan de Hunedoara, Woiwode von Siebenbürgen und Regent des Königreichs Ungarn, an der Stelle einer älteren Befestigung erbaut. Der Ort wurde wegen seiner defensiven Qualitäten gewählt und besetzt einen Felsensporn, der vom Bach Zlasti umgeben ist. Die um 1440 begonnenen Arbeiten verwandeln das Militärwerk in eine fürstliche Residenz, ausgestattet mit einem großen Ritterssaal und einem Diätsaal.

Sein Sohn, Matthias Corvin, der zukünftige König von Ungarn (1458-1490), setzt die Umbauarbeiten fort und verbindet das Schloss dauerhaft mit dem Namen Corvin (vom lateinischen corvus, der Rabe, der auf ihrem Wappenschild erscheint). In den folgenden Jahrhunderten wechselt das Gebäude mehrfach den Besitzer und erleidet Brände, darunter 1854, der Teile der Dachkonstruktionen zerstört. Die im 19. Jahrhundert und dann im 20. Jahrhundert durchgeführten Restaurierungskampagnen geben dem Denkmal sein heutiges neugotisches Aussehen zurück, wobei einige Freiheiten gegenüber dem mittelalterlichen Zustand genommen wurden.

Die Legende von Vlad dem Pfähler

Eine lokale Überlieferung besagt, dass Vlad III Țepeș, Fürst der Walachei, der im Westen als der Pfähler bekannt ist, mehrere Jahre lang auf Befehl von Matthias Corvin in einer Zelle des Schlosses gefangen gehalten worden sein soll. Dauer und genaue Bedingungen dieser Gefangenschaft werden unter Historikern diskutiert, doch dieser Episode trägt zum Reiz des Ortes für Besucher bei, die sich für Figuren interessieren, die den Dracula-Mythos inspiriert haben.

Was Sie im Schloss sehen müssen

Der Ritterssaal und der Diätsaal

Der Ritterssaal ist einer der eindrucksvollsten Räume: ein langer Saal mit Rippengewölben, die auf Marmorsäulen ruhen, diente zu Banketten und Empfängen. In der Etage darüber beherbergt der Diätsaal die Versammlungen und bewahrt Fragmente von Fresken aus dem 15. Jahrhundert, die Szenen aus dem Leben von Hunyadi darstellen.

Die Zugbrücke und der Innenhof

Der Zugang erfolgt über eine lange Holzbrücke, die auf vier Steinpfeilern ruht und die Schlucht des Zlasti überbrückt. Der Innenhof ermöglicht es, die Überlagerung der Bauphasen und die Außentreppe, die zu den oberen Etagen führt, zu beobachten.

Der Turm Ne boisa und der Türkenbrunnen

Der Turm Ne boisa („fürchte dich nicht") ist ein Zylinderbau, der durch einen überdachten Weg mit dem Rest des Schlosses verbunden ist. In der Mitte des Hofes befindet sich der Türkenbrunnen, zu dem eine Legende überliefert ist: Drei türkische Gefangene sollen jahrelang in den Felsen gegraben haben, in der Hoffnung auf Befreiung, wenn sie Wasser fänden. Der Stein des Brunnens trage demnach eine Inschrift, die an diesen Vorfall erinnert.

Die Museumsräume

Das Schloss beherbergt heute Sammlungen mit zeitgenössischen Möbeln, Waffen, Rüstungen und der Geschichte der Familie Hunyadi. Auch die Keller und die ehemaligen Gefängnisse können besichtigt werden.

Praktische Informationen

  • Besuchsdauer: Rechnen Sie mit 1,5 bis 2 Stunden für einen Rundgang durch die Säle und Höfe.
  • Öffnungszeiten: Das Schloss ist ganzjährig geöffnet, mit längeren Öffnungszeiten in der Hochsaison (April-Oktober) und einem wöchentlichen Ruhetag in der Nebensaison. Bitte überprüfen Sie vor Ihrem Besuch.
  • Eintrittspreise: Moderater Eintritt mit Zusatzgebühr für Fotografie. Ermäßigte Tarife für Studenten und Senioren.
  • Zugänglichkeit: Viele Treppen und unebene Böden; der Besuch ist nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet.
  • Beste Besuchszeit: Früh morgens oder am späten Nachmittag, um Gruppen zu meiden, besonders im Sommer.

Wie Sie dorthin gelangen

Das Schloss befindet sich im Zentrum von Hunedoara im Kreis Hunedoara, etwa 20 km südlich von Deva.

  • Von Deva aus: 25-30 Minuten Fahrtzeit über die DJ687 oder regelmäßige Busverbindung vom Busbahnhof.
  • Von Sibiu aus: Etwa 2-2,5 Stunden Fahrtzeit über die A1, also 130 km.
  • Von Timișoara aus: 2,5-3 Stunden Fahrtzeit, etwa 170 km über die A1.
  • Mit der Bahn: Hunedoara ist über eine Nebenbahn erreichbar; es ist oft einfacher, in Deva auszusteigen (Bahnhof an der Linie Bukarest-Arad) und dann mit Bus oder Taxi weiterzufahren.

Ein bezahlter Parkplatz befindet sich in der Nähe des Schlosses.

Was Sie in der Region kombinieren können

Der Besuch des Schlosses Hunyad fügt sich gut in eine Reiseroute durch Siebenbürgen ein. Etwa eine Stunde entfernt lohnt sich Salina Turda, ein ehemaliges Salzbergwerk, das zu einem spektakulären unterirdischen Ort umgewandelt wurde. Weiter östlich zieht das Schloss Bran Besucher auf die Spuren des Dracula-Mythos. Für Liebhaber von Bergstraßen durchquert die Transfăgărășan-Straße die Karpaten zwischen Sibiu und der Walachei. Weiter nördlich im Maramureș zeigt das Kloster Barsana die Holzarchitektur der Region.

Häufig gestellte Fragen

?

Häufig gestellte Fragen

Eine lokale Legende besagt, dass Vlad III Țepeș, Fürst der Walachei, der die Figur von Dracula inspiriert hat, auf Befehl von Matthias Corvin im Schloss gefangen gehalten wurde. Die historische Realität dieser Gefangenschaft ist umstritten, aber das Schloss ist mit dieser Episode in der Populärkultur verbunden.

Rechnen Sie mit 1,5 bis 2 Stunden, um die Haupträume (Ritterssaal, Diätsaal), den Hof, den Brunnen und die Museumsräume zu durchlaufen. Planen Sie zusätzliche Zeit ein, wenn Sie an einer Führung teilnehmen.

Die Erklärungstafeln sind in Rumänisch und Englisch vorhanden. Audioführungen oder deutschsprachige Führungen können je nach Saison verfügbar sein; erkundigen Sie sich an der Kasse oder bei einem Reiseveranstalter.

Ja, mit einem wöchentlichen Ruhetag und verkürzten Öffnungszeiten in der Nebensaison (November-März). Überprüfen Sie bitte die aktuellen Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch.

Das Schloss Bran in den südlichen Karpaten ist kleiner und wird vom Tourismus hauptsächlich mit dem Dracula-Mythos verbunden. Das Schloss Hunyad ist ein größeres gotisches Ensemble, das in der realen Geschichte der Familie Hunyadi im 15. Jahrhundert verwurzelt ist.

Das Schloss Hunyad in Ihre Reise einbeziehen

Das Schloss Hunyad ist ein Höhepunkt einer Reise durch Siebenbürgen und sollte mit Sibiu, den Sachsenstädten und den Karpaten kombiniert werden. Um eine maßgeschneiderte Reiseroute zu erstellen, die Hunedoara und andere Hauptorte des Landes einbezieht, konsultieren Sie unsere Vorschläge für Reisen nach Roumänia.

Interesse an diesem Besuch?

Wir können ihn in Ihre persönliche Route aufnehmen.